Warum es Sinn macht, über unsere Kleidungsfasern nachzudenken

Ein Sonntagnachmittag zum Mitmachen, 15.Mai 2022
Freiburg, Stühlinger Kirchplatz, 14 Uhr

Faser-Hanf

Lein, Hanf und Wolle waren Jahrtausende lang die wichtigsten einheimischen Textilfasern.

Kleidung gehört zu unseren Lebensgrundlagen. 31,2 kg Textilien verbrauchen wir in Europa pro Kopf und Jahr.

Ursprünglich bestanden alle Textilien aus Naturfasern, heute besteht über die Hälfte davon aus Erdöl. Fast 90% aller Textilien kommen aus fernen Ländern.

Flachs brechen

Im 19./20. Jahrhundert kamen der Flachs-und Hanfanbauvollständig sowie die Wollenutzung einheimischer Schafe fast völlig zum Erliegen. Baumwolle aus südlichen Ländern war dank Sklavenarbeit billiger zu importieren.

Allein im Baumwollanbau werden jährlich 8,2 Millionen Tonnen Pestizide eingesetzt.

Für ein Kilogramm spinnfähige Baumwollfaser werden ca. 25.000 Liter Wasser verbraucht. Färben und „Ausrüsten“ geschieht mit hochgiftigen Chemikalien.

Wolle kämmen

Millionen von ArbeiterInnen sind menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt.

Alles ein Grund sich über unsere Kleidungsfasern Gedanken zu machen.

An diesem Nachmittag werden wir viele einheimische Pflanzen- und Tierfasern kennenlernen.

Flachs hecheln

Wir dürfen selber Hand anlegen, im beeindruckenden Handwerk die Fasern von Flachs und Hanf gewinnen, die geschorene Schafwolle kämmen und die Naturfasern zu wirklich be-greifen.

Schließlich sehen wir nicht nur wie daraus der Faden gesponnen wird – Grundlage von Leinenstoff- sondern Man/Frau/Kind darf selbst ein Stück echte Leinen-/ Hanfschnur oder einen Wollefaden spinnen!

 

 

Sonntag, 15. Mai 14 Uhr, Freiburg, Stühlinger Kirchplatz