Sehnsucht nach Eden - Ein Film von Bodo und Niels Kaiser - Ein agrikultureller Streifzug durch Freiburg und seine Umgebung

Ein agrikultureller Streifzug durch Freiburg und seine Umgebung

Wie kann heute angesichts des “globalen Super-Marktes” eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt?

Viele Filmemacher gehen dieser bedeutenden Frage nach.

Bodo und Niels Kaiser mussten dafür allerdings nicht um die Welt reisen, sondern haben zahlreiche beispielhafte, zukunftweisende Initiativen und Projekte in und um Freiburg gefunden.

    • Raus aus dem Büro, rein in den Garten – das ist fast eine neue grüne Bewegung,
    • Städtische Naturerfahrung, Selbermachen,
    • Begegnung und Gemeinschaft, Nutzen von Brachland, Praktische Lernorte, Kindergärtnern,
    • Nahräumliche Lebensqualität, Integration der Kulturen, städtisches Zusammenleben,
    • “Solidarische Landwirtschaft”

all das gehört dazu.

Der Film gibt Einblicke in den ökologischen Gartenbau, die Motivation der Gruppenmitglieder und ihre Arbeitstechniken.

Dabei spielt ökologisches Bewusstsein eine zentrale Rolle und macht ansatzweise auch die Einbettung in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge deutlich.

Infos & Anmeldung -> Hier klicken

Der Pulli von der Weide, das Hemd aus dem Garten, das Haus vom Feld

Agrikulturmarkt im Eschholzpark Am Samstag, 23. Juli, von 10 bis 17 Uhr Der Pulli von der Weide, das Hemd aus dem Garten, das Haus vom Feld

Mit unserem interessanten Mitmachangebot zu Textilfasern sind wir auch in diesem Jahr wieder beim Agrikultur Festival dabei!

Schafwolle kämmen und spinnen, Flachs brechen und hecheln zu goldenen Fasern, Hanfschnur selbst gewinnen!

Agrikulturmarkt im Eschholzpark Am Samstag, 23. Juli, von 10 bis 17 Uhr Der Pulli von der Weide, das Hemd aus dem Garten, das Haus vom Feld

Das alles kannst du an unserem Stand erleben!

Außerdem erfährst Du viel über unsere einheimischen, nachwachsenden Naturfasern, wo unsere Kleidung heute herkommt und dass man mit der genialen Hanfpflanze obendrein auch noch Häuser bauen kann!

Agrikulturmarkt im Eschholzpark Am Samstag, 23. Juli, von 10 bis 17 Uhr Der Pulli von der Weide, das Hemd aus dem Garten, das Haus vom Feld

Stadt Freiburg Gabriele Plappert Projektgruppe Dietenbach Lernort Kunzenhof e.V
Fehrenbachallee 12
Gebäude A
79106 Freiburg

Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen der strategischen Umweltprüfung für den geplanten neuen Stadtteil Dietenbach

Stellungnahme:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Donnerstag, 1. März wurden im Rahmen des öffentlichen Bürgerforums die 4 Sieger-Entwürfe zum geplanten neuen Stadtteil Dietenbach vorgestellt.

Nahezu gleichzeitig hatte das Umweltschutzamt eingeladen zum Workshop „Klimaschutz und Lebensstil“ mit dem Ziel einen Maßnahmenkatalog zur Förderung eines klimabewussten Alltags- und Konsumverhaltens zu erstellen.

Hintergrund ist der einstimmige Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2014, die Co2 Emissionen in Freiburg bis zum Jahr 2030 zu halbieren und bis 2050 ganz auf null zu stellen! Im einleitenden Referat wurde deutlich, dass im bisherigen Schneckentempo mit vollkommen überhöhten Co2-Emissionen dieses Ziel in Freiburg in keiner Weise zu erreichen sein wird.

Nun ist der damalige Gemeinderatsbeschluss allerdings keine Kleinigkeit.

Wir stehen allesamt in Freiburg und auf der ganzen Welt mit dem Klimawandel vor der größten Herausforderung der Menschheitsgeschichte. Die Studie „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome aus dem Jahre 1972 ist Jahrzehnt für Jahrzehnt mehr Wirklichkeit geworden. Für immer neue Studien, Klimaberichte, Milleniumsziele, Nachhaltigkeitsstrategien werden Millionen Euro investiert, anstatt dem Wachstumswahnsinn entschlossen Einhalt zu gebieten.

Die Zukunft unserer Erde steht in der Hand jedes einzelnen mündigen Bürgers aber ebenso in der Verantwortung von unseren VertreterInnen in der Politik.

Im Kapitel „Natur- und Artenschutz“ der Auslobung des Städtebaulichen Wettbewerbs Dietenbach wird u. A. benannt: „Neue Studien belegen, dass Stadtnatur nicht nur die Lebensqualität der Stadtbewohner anhebt, sondern auch einen bedeutenden ökonomischen Wert besitzt. Natur in der Stadt verbessert die Luftqualität und das Stadtklima, mildert Hitzewellen und mindert Lärm…“ dem haben ja alle 4 Preisträger Rechnung getragen.

Alle Entwürfe waren auffällig grün gezeichnet, Grünspangen, Schwarzwaldblick, Natur noch und noch.

Die Wahrheit liest sich allerdings nicht so grün: Über hundert Hektar wertvoller Ackerboden und Grünland: bewachsener Boden, neben den Wäldern der größte Co2- Speicher auf unserer Erde, kostbarstes Gut einer Stadt, für heute und für nachfolgende Generationen werden versiegelt, zubetoniert für immer vernichtet.

Die Zeiten haben sich geändert! Im Dietenbach ist nicht „Platz zum Bauen“, heute gilt es mehr denn jemals zuvor in der Erdgeschichte jeden qm fruchtbaren Boden wie Gold zu schützen und zu erhalten, aus Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt, aus Verantwortung für nachfolgende Generationen.

Wo heute vielleicht aus Überlebensnot der Bauern Mais auf dem Feld wächst, kann morgen schon ein blühender Garten oder ein solidarisches Landwirtschaftsprojekt entstehen.

Die Zeichen dafür stehen deutlich an. Wird die Stadt weiter wachsen, für 600Millionen € der Boden versiegelt, sind weitere 100ha Co2-Speicher für immer für den Klimaschutz verloren, werden weitere Bauern ihr Hoftor für immer schließen.

Es gibt keine „Ausgleichsflächen“, es sei denn sie werden anderen Bauern weggenommen.

Die Frage einer Teilnehmerin am Klima-Workshop des Umweltschutzamtes war:
„Wie fließt das hier bekannt gegebene und erarbeitete in die anderen Gremien der Stadt Freiburg ein?“
Die Antwort war eindeutig: „Da müssen natürlich dann alle Bedürfnisse gegeneinander abgewogen werden“.

Hier sehen wir die Ursache, warum trotz aller Lippenbekenntnisse das Handeln seit Jahrzehnten kaum zufriedenstellende Ergebnisse zeigt.

In der Ausschreibung zum Wettbewerb liest sich das dann so:
„Die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit mit einer höchstmöglichen städtebaulichen Qualität (als Basis für eine künftige rechtssichere Planung) gehört zu den besonderen Herausforderungen des Wettbewerbs.“
Und dann heißt es am Ende „Aus Kostengründen mussten wir leider….“oder „….das war leider nicht finanzierbar“

Wir halten es für dringend angebracht und fordern die verantwortlichen Stadt- und RegierungsvertreterInnen auf, die Fortführung dieses rückwärtsgerichteten, landschaftszerstörenden Bauvorhabens zu beenden und alle Energie und Geld zielstrebig in eine wirklich nachhaltige Stadtentwicklung zu investieren.

Diese ist gewiss umständlicher, evtl verdienen weniger Investoren daran. Allerdings gibt es Vorschläge , Beispiele und Ideen in Fülle, die Wohnungsknappheit in Freiburg auf wirklich nachhaltigem Wege zu verändern.

Mit freundlichem Gruß,
Gabriele Plappert, Lernort Kunzenhof

P.S.: Auch beim Ausbau der B 31 hatten wir 1994 gewarnt: „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten“. Im Sinne des „Gemeinwohls“ wurden wir überrannt. Am Sonntag, den 4. März kann man es auch in der Zeitung lesen, wieviel Leid diese Straße den Menschen gebracht hat, ganz zu schweigen von der hohen Feinstaub-und Abgasbelastung.

Liebe Mitglieder, Fördermitglieder und Freunde des Lernort Kunzenhof,

„Schon lange habe ich keine Nachrichten von Dir bekommen, bitte trage mich wieder in Deinen Newsletter ein…“ Oft höre ich diese Bitte und muss dann doch zugeben, dass ich im Dezember 2020 das letzte Rundmail geschrieben habe.

Heute nun meine Antwort: Es hat mir einfach die Sprache verschlagen. Was nun seit über einem Jahr mit aggressiver Bild- und wortgewaltiger Werbepropaganda auf allen Kanälen der öffentlichen Nachrichten verbreitet wird, steht in keinerlei Zusammenhang mit meinem eigenen Verständnis von Gesundheit und Krankheit.

Als Landwirtin mit einem Leben in inniger Verbundenheit mit dem Boden, den Pflanzen und den Tieren, im Erahnen der überwältigenden Größe ökologischen Zusammenwirkens aller Lebewesen, im Wissen, dass nicht nur die Würmer im Boden, die Bienen an den Blüten, sondern Milliarden kleiner und kleinster Wesen, Mikroben, Bakterien und Viren als notwendiger Teil unseres Lebens das ganze Wunder am Laufen halten, ja, dass auch der Tod ein Teil unsers Lebens ist, ist mein mulmiges Gefühl gegenüber den „Maßnahmen“ der vergangenen Monate begründet.

Bis heute setze ich mich dafür ein, dass unseren Tieren kein gen- verändertes Futter gefüttert wird. Die Bemühungen der konventionellen Agrochemie, genveränderte Nahrungsmittel anzubauen, sehe ich mit großer Sorge, denn bis heute ist vollkommen unklar, was diese Eingriffe in das Erbgut unserer Pflanzenwelt im ökologischen Naturzusammenhang für Folgen hat.

Ich bin tief betroffen, dass seit Monaten mit Zuckerbrot und Peitsche wir Menschen, Erwachsene und Kinder in diese großen GVO- Versuche mit einbezogen werden- mit unabsehbaren Folgen.

„….künstliche Intelligenz im Dienste und zum Wohle der Menschen ist technologischer Megatrend! Es geht um individuelle Freiheitsrechte, Autonomie, Persönlichkeitsrechte, die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen…“ Große Worte lese ich z.B. in millionenschwer geförderten Programmen unserer Bundesregierung.

Bis gestern war es legitim, wenn ich zu vielen Themen des „Mainstreams“ eine andere Haltung und Meinung hatte. Durfte selbst entscheiden, wie und was ich zu meiner persönlichen Gesundheit beitrage. Inzwischen aber soll ich mich dafür verstecken, werde dafür gedemütigt. Das geht auch unzähligen Ärzten und Wissenschaftlern so, die fachlich viel tiefer in den Themen stehen und ihre Sorge und Meinung nicht äußern dürfen. Das sind die Gründe für meine Sprachlosigkeit.

Weiterhin teilen wir jedoch in unserem Alltag am Kunzenhof mit Erwachsenen und Kindern das Glück am Leben und Arbeiten in und mit der Natur, mit den Tieren.

Manches haben wir verändert, aber neben Vielem anderen gibt es auch öffentliche Angebote. Das steht auch auf unserer Internetseite und im Kalender dort.

Ob es weitere Rundmails geben wird, das kann ich im Moment nicht sagen.

Für alle 2-und 4-beinigen Mitwirkenden,
Eure Gabriele Plappert

Liebe Mitglieder Fördermitglieder und Freunde des Lernort Kunzenhof,

Am Anfang dieses letzten Rundmails in diesem Jahr steht wieder der
große Dank an alle Menschen, die den Fortbestand unseres kleinen
Bauernhofes ermöglicht haben. Mit kleinen und großen finanziellen
Beiträgen ebenso wie mit ihrer praktischen Tatkraft, danke.

In diesem Jahr kommt als mentale Unterstützung noch der sehr große
Zuspruch von zahlreichen Spaziergängern rund um unser Gelände dazu. So
viele Menschen haben das Glück beschrieben – und tun es immer wieder –
draußen in die Natur gehen zu können, die frische Luft zu atmen und
den tiefen Frieden zu erleben, den unsere Tiere auf der Weide beim
Grasen und beim Ruhen verbreiten.

Wie von selbst bekommen unsere Grundwerte eine ganz neue Bedeutung eine
neue Wertschätzung.

Ich habe die unerschütterliche Hoffnung, dass uns der dringend
angesagte große Wandel gelingen wird durch die Einkehr in den tiefen
inneren Frieden, der seine Antwort findet in dem Frieden in der Welt, in
der Natur, auf der ganzen Erde.

Und wenn die Tiefwinterzeit sich wirklich in der Stille der Nacht
vollendet, dann darf das Licht in der Dunkelheit in diesem Jahr
gewisslich geboren werden.

Wir freuen uns sehr, dass durch die engagierte Mitarbeit unserer
Junglandwirtin Anna Friedmann mehrere Kinderjahresgruppen und viele
Kindergartenkinder auch in diesem Schuljahr ihre Sehnsucht zum
Tätigsein in und mit der Natur und mit ihren Brüdern und Schwestern,
den Tieren, leben dürfen.

Die Mitmachtage werden über Winter noch ausgesetzt. Auch für unsere
monatlichen Film- und Vortragsabende ist es (mit den momentanen
Vorgaben) in unserer kleinen Werkstatt zu eng.

Auch wenn es wahrhaftig ein schwacher Trost ist, so haben wir doch die
Initiative begrüßt, ganz kleine Filmsequenzen mit unseren Anliegen und
aus dem vielfältigen Leben vom Kunzenhof auf unserer Internetseite zu
veröffentlichen. Wir planen in diesem Jahr daher an jedem Monatsanfang
einen kurzen Blick in ein neues Thema, so wie wir ja auch mit unseren
praktischen Jahresangeboten immer tätig durch den Jahreslauf wandern.

Auch findet Ihr einige Bildimpressionen auf unsere Internetseite.

Im Januar werden wir (unter Vorbehalt) an 2 Samstagvormittagen
Eselwanderungen für Kinder ab 9 Jahren anbieten.

Unter Vorbehalt wird auch der Handspinnkurs für Erwachsene Ende Januar
stattfinden.

Wir wünschen Ihnen und Euch eine friedenerfüllte Weihnachtszeit,

für alle 2- und 4- Beiner,
Gabriele Plappert

Liebe Mitglieder, Fördermitglieder und Freunde des Kunzenhofs,

40 Jahre ist es jetzt her – ich erinnere mich ganz genau, wie ich
staunend vor dem konventionell bestellten Weizenfeld unseres “Nachbarn”
stand. Wie die Soldaten standen die prallen Weizenähren, kein
störendes Kräutlein dazwischen. Ein krasser Gegensatz zu unserem
Bio-Feld. Da gab es auch viel Weizen, aber fast so viele bunte Blüten,
grüne Kräutlein, ein Summen und Faltern……Und eines ist sicher, der
Nachbar hat viel mehr Weizen vom Feld geholt – d. h. auch mehr verdient.

Gestaunt habe ich vor allem darüber, dass das Jahr für Jahr so gut
funktioniert. Dass die Erde das einfach so mitmacht, das viele Gift
(Pestizide, Fungizide, Insektizide), der scharfe Mineraldünger,
darüber war ich damals als junge Bäuerin sehr verwundert.

Die Situation auf den Feldern ist auch nach 40 Jahren nicht anders. Und
doch reicht es auch beim “Nachbarn” oft nicht, den Hof über Wasser zu
halten!

Heute allerdings gibt es eine Antwort, wer die eigentliche Rechnung
bezahlt hat: die Erde ist erschöpft, sie kann sich nicht mehr
ausreichend erneuern. “Erdüberlastungstag” ist das Wort der
Erschöpfung. In Deutschland war diese Zäsur am 3. Mai 2020, seither
nehmen wir mehr Ressourcen, als die Erde wieder aufbauen kann. Wir leben
auf Kredit unserer Kinder, Enkel und Urenkel. Würden alle Länder der
Erde so wirtschaften wie wir in Deutschland, so bräuchten wir 3 Erden.

Mit ein bisschen Blühstreifen rund um die Monokulturen kommen wir aus
dieser Spirale vermutlich nicht heraus. Und obendrein kämpfen auch die
“Nachbarn-Höfe” ums Überleben.

Wenn wir es ernst nehmen, dass wir Menschen ein Teil der Erde sind, sie
ein Teil von uns, dann ist es ja nicht verwunderlich, dass auch unser
Immunsystem geschwächt ist und offensichtlich nicht genügend
Abwehrkräfte für unliebsame Eindringlinge hat.

Ich freue mich, dass es ab diesem Herbst am Kunzenhof wieder mehr
Angebote für Kinder geben wird, um ihnen so viel wie möglich Kräfte
mitgeben zu können aus der segensreichen Arbeit mit der Erde, mit den
Tieren, im Verbunden sein mit unseren Lebensgrundlagen.

Auf Filmabende, Erwachsenenkurse und Mitmachtage müssen wir wohl im
Moment noch verzichten.

Für alle KunzenhöflerInnen,
Gabriele Plappert

Lernort Kunzenhof e.V.
Littenweilerstraße 25A
79117 Freiburg
post@kunzenhof.de
0761/63726
Konto: GLS, IBAN: DE46 4306 0967 7919 0053 00
www.kunzenhof.de

Liebe Fördermitglieder, Mitglieder und Freunde des Lernort Kunzenhof,

In dieser besonderen Zeit werden plötzlich Themen, die wir hier am
Kunzenhof seit Jahren bewegen Allgemeingut. Die Wochenmärkte, die
Bauernhofläden haben im Moment einen hohen Stellenwert, es wird mehr
selbst gekocht, in den Zeitungen sind Brotbackrezepte der Hit,
Regionales bekommt seinen ihm zustehenden Wert.

Einheimische Menschen erleben auf den Feldern erstmals selbst, wo der geliebte Spargel wächst, die Mühsal, die Anbausituation bei den Plastik- Monokulturen.

Gerade läuft auch die Schüler-Initiative von Maria und Lutz Bronn
„Osterferien auf dem Feld“ an, doch schon sind sie wieder da, die
Osteuropäischen Saisonarbeiter, hm……..

Vielleicht verstehen dennoch mehr Menschen, dass ohne Boden kein
regionales Essen wachsen kann. Wir haben sie ja gottlob noch, diese
fruchtbaren, Co²- speichernden Böden. Weil es noch immer nicht zu
spät ist, beteiligen wir uns daher an der Klage, dem Megabauprojekt
Dietenbach Einhalt zu gebieten.

Die Klagegründe sind aussichtsreich.

Und es gibt gute Alternativen, falls die Stadt noch weiter wächst. Der
Bürgerentscheid bindet nur bis Februar 2022, er bedeutet dem Wortlaut
nach nicht, dass dort gebaut werden muss, sondern nur soll. Im Anhang
mehr und die Bitte um finanzielle Unterstützung.

Mit Erstaunen erfahren wir, wie viele Dinge unseres täglichen Lebens
tatsächlich aus China kommen, bei Innehalten steht die Frage im Raum:
Muss das wirklich sein? Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, dass
die momentane Zäsur doch auch den Wandel zum Guten beschleunigen wird.

In der Nähe von Ellwangen soll ein Stall für 1500 Kühe gebaut werden.
Mit solchen Massentierprojekten kann der Wandel nicht gelingen, werden
obendrein unsere Nahrungsmittel weiter den Bach runter gehen. Daher
bitte diese Petition von CAMPACT unterschreiben – und weiterleiten.

“Das Hemd aus dem eigenen Garten” ist ja schon fast ein Klassiker.
Unser bereitliegendes Flachssaatgut kann nicht im vorgesehenen
Flachskurs weitergegeben werden, aber bis Mitte/Ende Mai kann jede/r,
der/die möchte, im eigenen Garten Faserlein anbauen und mit Begleitung
vom Kunzenhof bis zur Faser aufbereiten und in Folgekursen sogar bis zum
eigenen Leinenstoff weiterverarbeiten. Bei Interesse bitte melden.
(post@kunzenhof.de)

Genauso regional und wirklich nachhaltig ist die Initiative: „Das Haus
vom Feld“. Das ist ein Teilaspekt unseres ehrgeizigen Hanfprojektes,
für das wir für Ende Juli /Anfang August in Freiburg-Waltershofen mit
den “Badischen Nutzhanftagen“ einladen. (Nach momentanen Beschlüssen
müssen sie ja eventuell auch verschoben werden!)

Auch wenn am Kunzenhof im Moment keine Veranstaltungen stattfinden, so
ist unsere bunte Herde mit den jungen Lämmchen unter den blühenden
Obstbäumen doch für viele Menschen ein lohnenswertes Ziel der
täglichen Spaziergänge in der Natur. Außerdem gibt es auf unserer
Internetseite auch Bilder vom Hofleben in diesem gewaltigen Frühling.

Für alle KunzenhöflerInnen,
Gabriele Plappert

Lernort Kunzenhof e. V. (Gemeinnütziger Verein)
Littenweilerstraße 25 a
79117 Freiburg im Breisgau

IBAN: DE46 4306 0967 7919 0053 00 GLS Bank Bochum

Liebe Mitglieder, Fördermitglieder und Freunde des Lernort Kunzenhof

Ein gewaltiger Sommer neigt sich. In den Landschaften sind die Wunden der Trockenheit noch vielfach zu sehen. In den Scheunen fehlt das Winterfutter für die Tiere. Ohne die zugesagte finanzielle Hilfe für die Bauern zu kritisieren, ist es allerdings auch bei Kühen nicht anders als bei Menschen, dass sie Geld nicht essen können. Viele von Ihnen müssen daher vorzeitig zum Schlachter.

Die Supermarktregale sind ja immer voll, das schöne Wetter ermöglicht Freizeitspaß und Grillfeste. Wie gut, wenn mehr und mehr Menschen darüber nachdenken, ob die Tiere auf dem Grill wohl auch ein glückliches Leben haben durften?

Mit großen Schritten ist der Klimawandel jetzt auch hier bei uns angekommen. Ein Innehalten in allen Bereichen unseres Lebensstiles und Konsumierens ist angesagt. Ganz gewiss gehören auch große Projekte dazu. In Freiburg sollen 130ha kostbaren Bodens für immer verschwinden, zubetoniert, als neuer Stadtteil für 15.000 Menschen. „Dietenbach“, wertvolle Landschaft, bewachsener Boden als CO²-Speicher, Lebensraum für Artenreichtum im Pflanzen- und Tierreich, Potenzial für regionale Versorgung, blühende Gärten solidarische Gartenprojekte.

Auch hier ist gesellschaftlich ein Innehalten angesagt, daher unterstützen wir die Bürgerinitiative zum Umdenken. Hier gibt es das Formular zum Unterschriften sammeln.

Im Folgenden sehen Sie und Ihr unsere nächsten öffentlichen Veranstaltungen. Außerdem gibt es auch zwei neue Jahresgruppen: Kochclub für Jugendliche und Frühstücksgruppe für Kinder. Wir hoffen, für Sie und für Euch ist etwas dabei.

Im Namen des Kunzenhofteams,
Gabriele Plappert

Liebe Mitgieder, Fördermitglieder und Freunde des lernort Kunzenhof

Jahrtausende lang blühte auf Europas Feldern im Sommer die wunderschöne Flachspflanze, Grundlage und Rohstofflieferant für die vielseitig verwendbaren Leinentextilien. Leinen kann heute wieder als kostbarer Stoff für Kleidung und Haushalt erworben werden. Die Pflanze allerdings ist von unseren Feldern verschwunden. Das einst „Blaue Allgäu“ (die Flachsblüte ist blau) ist heute ein grünes Allgäu. Auch bei uns in Südbaden waren über Jahrtausende Flachs und auch Hanf die regional und pestizidfrei angebauten Faserpflanzen. In wenigen Jahrzehnten sind sie vollkommen aus unserer Landschaft verschwunden.

Nach mehreren Veranstaltungen zum Thema, laden wir Sie und Euch ein, mit unserer Initiative „Das Hemd aus dem eigenen Garten“ den verlorengegangenen Faden wieder aufzunehmen.

Im Anhang außerdem unsere nächsten öffentlichen Veranstaltungen.

Im Namen des Teams vom Kunzenhof,
Gabriele Plappert

Liebe Mitglieder, Fördermitglieder und Freunde des Lernort Kunzenhof,

Das Bauer-sein ist mehr Berufung denn Beruf. Insbesondere die Tierhaltung erfordert 365 Tage im Jahr Fürsorge, Präsenz, Angebunden-sein. Mehr noch die Milchtierhaltung. Jeden Morgen und jeden Abend wollen die Kühe gefüttert, gemistet und gemolken sein.

Am Lernort Kunzenhof erleben und erfahren die Kinder das wertvolle Lebensmittel Milch und wie daraus köstliche Sahne, Butter, Quark, Käse, Joghurt entsteht. Wenn diese Arbeit nicht richtig bezahlt wird, die Milch zu billig ist müssen die Ställe immer größer werden, immer weniger Menschen bewirtschaften immer größere Betriebe.

Jetzt ist ein Milchhändler in Konkurs gegangen, von einem Tag auf den anderen stehen 200 Milchbauern morgens im Stall, melken die riesigen Euter ihrer Hochleistungskühe und im vollen Milchtank ist kein Platz mehr. Bezahlt wurde eh schon seit Wochen fast nichts mehr für das Produkt ihrer Arbeit.

Da nur noch 2 Prozent der deutschen Bevölkerung überhaupt an der Grundversorgung der übrigen 98% Menschen beteiligt sind, lesen wir dieses Drama auch mit wenig Betroffenheit. Die Folge dieser neuerlichen Krise der industrialisierten Landwirtschaft wird sein, dass wieder mehr Bauernhöfe ihr Hoftor für immer schließen müssen. Auch das berührt uns wenig, denn noch sind die Regale in den Läden immer voll- wenn ich auch nicht mehr weiß, wo und wie mein Essen erzeugt wurde.

Gewiss muss auch ein Investmentbanker für seinen Beruf brennen. Dennoch beschleicht einen ein mulmiges Gefühl wenn ich an sein Einstiegsgehalt von 6350€ im Monat und von 32.000€ im Monat im Senioralter lese. Ob er wohl auch Butter auf dem Brot, Milch im Kaffee und Sahne auf dem Kuchen genießt?

Egal, ob es ein Indianer oder die kanadische Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin gesagt hat, es kommt mir beim Schreiben dieser Zeilen wieder in den Sinn:
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, der letzte Bauernhof verschwunden ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

In diesem Frühling haben wir in unseren öffentlichen Veranstaltungen neben vielem anderen ein nicht weniger bedeutendes Thema: „Einheimische Faserpflanzen für unsere Kleidung“. Wir freuen uns wenn wir Sie und Euch dafür begeistern können.

Im Namen der Kunzenhofer Mitarbeitenden,
Gabriele Plappert